Begriffserläuterung zur Unfallversicherung

Private Unfallversicherung

Die private Unfallversicherung gehört zu den am meisten nachgefragten Versicherungsarten. Dies liegt sicher unter anderem auch daran, dass ein Unfall ein zwar zum Glück seltenes Ereignis ist, aber bei einem Eintritt dieser Begebenheit die mitunter furchtbaren Auswirkungen und auch katastrophalen Folgen sehr konkret bei jedem Einzelnen im Kopf verhaftet sind und grundsätzlich auch jeden treffen können. Somit verwundert es nicht, dass es Millionen von Verträgen und Policen für private Unfallversicherungen gibt.

 

Die private Unfallversicherung kann je nach subjektivem Bedarf und persönlichem Wunsch des einzelnen Versicherungsnehmers gestaltet werden. Wo mancher sich lediglich gegen einen Sportunfall absichern lassen möchte, ist einer anderen Person der Schutz des Kindes oder sogar der ganzen Familie wichtig. Da die private Unfallversicherung grundsätzlich nur Schutz bei Unfällen bietet, möchten einige aber auch die Möglichkeit einer eintretenden Krankheit mitversichern etc.

 

Vor diesem Hintergrund kann die private Unfallversicherung prinzipiell gegen Einmalzahlung oder laufende Beiträge und mit Kapitalleistung und bzw. oder Rentenleistung unterschieden werden. Das bedeutet, die Versicherung wird entweder aus einer einmaligen Zahlung oder monatlichen Zahlungen gespeist und bei Eintritt des Versicherungsfalls wird die versicherte Leistung als monetäre Geldleistung in einer Summe oder als monatliche Rente gezahlt; eine Kombination dieser Möglichkeiten ist ebenfalls denkbar.

 

Private Unfallversicherungen können heutzutage – je nach Anbieter und individuellem Wunsch – mit den unterschiedlichsten Zusatzoptionen abgeschlossen werden. Zusätzlich gewünschte Leistungen können darüber hinaus ebenfalls Bestandteil des Vertrages ein. Somit können beispielsweise Policen mit verbesserter Gliedertaxe (dient dem Beurteilen des Invaliditätsgrades beispielsweise bei Verlust oder Funktionsunfähigkeit eines Körperteils, so schlägt zum Beispiel der Verlust eines Daumens mit 20 %, einer Hand mit 55 %, eines Auges mit 50 %, einer großen Zehe mit 5 % und des Geschmackes mit 10 % zu Buche), Progression bei höheren Invaliditätsgraden und/oder Beitragsrückerstattung ausgestattet werden. Zu den zusätzlichen Leistungen, die eventuell mit abgesichert werden sollen, zählen unter anderem Todesfall, Bergungskosten, Krankenhaustagegeld, Kurkostenbeihilfe, kosmetische Operationen, Leistungen bei Knochenbrüchen und Sofortleistungen bei schweren Verletzungen.

 

Letztendlich muss jeder selbst entscheiden, ob eine private Unfallversicherung und wenn

ja vor allem welcher Tarif ihm den besten individuellen Schutz zukommen lässt. Ein Vergleich der unterschiedlichen Anbieter bzw. ein Tarifrechner im Internet lohnt sich allemal, da das Angebot vielfältig ist und oftmals abweicht.

 

Was ist ein Unfall?

Im §1 der Allgemeinen Unfallversicherungsbedingungen (AUB) wird der Begriff Unfall folgendermaßen definiert: “Ein Unfall liegt vor, wenn die versicherte Person durch ein plötzlich von außen auf ihren Körper wirkendes Ereignis (Unfallereignis) unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet.“ Als Unfall gilt auch, wenn durch eine erhöhte Kraftanstrengung an Gliedmaßen oder Wirbelsäule ein Gelenk verrenkt wird oder Muskeln, Sehnen, Bänder oder Kapseln gezerrt oder zerrissen werden.

 

Die in dieser formulierten Definition verwendeten – oftmals unbestimmten – (Rechts-) Begriffe sollen nachstehend für eine bessere Verständlichkeit näher erläutert werden.

 

Das Wort “plötzlich” bezieht sich auf den zeitlichen Horizont. Somit sind Schäden, die erst im Laufe einer bestimmten Zeitspanne, also schrittweise bzw. sukzessiv entstehen bzw. entstanden sind, von den Leistungen der privaten Unfallversicherung ausgeschlossen. Das Nachweisen einer eintretenden Plötzlichkeit gestaltet sich je nach Situation mitunter äußerst schwierig. Erwähnenswert scheint auch der Umstand, dass zwar Schäden abgedeckt sind, die durch einen plötzlichen Unfall entstanden sind, Folgeschäden, die sich eventuell noch ergeben können, jedoch nicht.

 

Das Ereignis, welches zur Schädigung der versicherten Person führt, muss von außen auf den Körper einwirken. Dies bedeutet, dass die Einwirkung mechanisch, elektrisch, chemisch, thermisch oder in anderer Art und Weise erfolgen kann.

 

Auch eigene Bewegungen, die ein schädigendes Ereignis nach sich ziehen, können unter den Schutz der privaten Unfallversicherung fallen. Dies jedoch nur, wenn eine äußere Einwirkung stattgefunden hat (zum Beispiel: die versicherte Person läuft auf dem Gehsteig und stolpert über eine unbefestigte, uneben angebrachte Bodenplatte und verstaucht sich den Knöchel). Es gibt jedoch diesbezüglich auch Unfälle, die keinen Versicherungsschutz genießen, zum Beispiel auftretende Verletzung beim Festziehen einer Schraube oder auch Halten einer Leiter. Um demnach festzustellen, ob durch die Eigenbewegung ein Unfall im Sinne der allgemeinen Unfallversicherungsbedingungen vorliegt, muss jeder Einzelfall individuell betrachtet und geprüft werden.

 

Eine unfreiwillige Gesundheitsschädigung liegt vor, wenn der Unfall nicht vorsätzlich herbeigeführt wurde. Insofern ist auch ein fahrlässiger Unfall mitversichert. Selbstverstümmelungen, Selbstmordversuche und Selbstmord sind jedoch freiwillig zugeführt Schäden und fallen somit nicht unter den Schutz der Unfallversicherung. Vorgänge, die sich im Inneren des Körpers abspielen und durch Anstrengung zu Schäden führen, sind grundsätzlich nicht versichert. Ausnahmen hiervon können so genannte erhöhte Kraftanstrengungen sein.

 

Gilt 24/7 und weltweit

Laut Statistik passiert in Deutschland alle vier Sekunden ein Unfall. Die Unfallstatistiken im Ausland sehen ähnlich aus. Man kann einem Unfall nicht immer entgehen. Jedoch kann man sich vor finanziellen Folgen absichern. Mit dem richtigen Tarif ist man weltweit, vierundzwanzig Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche geschützt. Vor allem Hausfrauen und Männer, Kinder oder Selbstständige sollten auf einen weltweiten Unfallschutz nicht verzichten. Aber auch alle anderen Personen können sich mit einer privaten Unfallversicherung ganz beruhigt in den Urlaub fahren. Wer nach einem schweren Unfall im Ausland eine gute Unfallversicherung hat, kann sich glücklich schätzen. Gerade wenn man im Ausland bei einem Unfall körperliche Schäden erleidet, fallen enorme Kosten an. Auch nach der Erstversorgung kosten Kuren oder weitere Rehabilitationsmaßnahmen viel Geld.

 

Mit der gesetzlichen Unfallversicherung ist man in diesen Fällen maßlos unterversichert. Schon der Transport von verunfallten Menschen zurück in den Heimatort ist mit enormen Kosten verbunden. Sind nach einem Sportunfall im Ausland beispielsweise bleibende Schäden zurückgeblieben, so zahlt die private Unfallversicherung je nach Invaliditätsgrad einen festgesetzten Betrag. So können finanzielle Folgen eines Unfalls erheblich abgefedert werden. Die Versicherung schützt den Kunden rund um die Uhr und auf der ganzen Welt. Wie viel Geld die Versicherung in einem Schadensfall zahlt, richtet sich nach der tariflich festgelegten Versicherungssumme. Des Weiteren auch nach dem ermittelnden Invaliditätsgrad. Dazu haben Versicherer eine Tabelle erstellt, hier wird jedem Körperteil ein bestimmter Prozentsatz zugeordnet.

 

So ist etwa festgelegt, dass bei dem Verlust eines Auges ein Invaliditätsgrad von fünfzig Prozent erreicht ist. Bei dem Verlust eines Armes beispielsweise sind es siebzig Prozent. Möchte man ganz sicher sein, so sollte man einen Progressionstarif wählen. Hier steigt die Versicherungssumme überproportional bei schwerer Invalidität. Eine gute Unfallversicherung, die weltweiten Schutz bietet, ist im Internet mit ein paar einfachen Klicks leicht zu finden. Auch wenn man einen unfallträchtigen Beruf ausübt, oder einem riskanten Hobby nachgeht, sind günstige Unfallversicherungstarife zu finden. Man sollte sorgfältig die Preise vergleichen und aufmerksam das Kleingedruckte lesen. Um zu einem besseren Anbieter zu wechseln, können Verträge einer Unfallversicherung mit einer Frist von drei Monaten zum Vertragsende gekündigt werden. Ein Vergleich ist in jedem Fall lohnenswert.

 

Deckt Unfälle in der Freizeit

Die private Unfallversicherung zahlt bei Unglücksfällen in der Freizeit. Sie ist aus diesem Grund für alle Familienmitglieder besonders wichtig. Nicht immer kann man einem Unfall aus dem Weg gehen, deshalb ist es umso wichtiger, im Ernstfall gut abgesichert zu sein. Nach einem Unfall in der Freizeit genießt man keinen Unfallschutz aus der gesetzlichen Unfallversicherung. Besonders Selbstständige, Hausfrauen oder auch Arbeitslose sind in der Freizeit nicht abgesichert. Die finanziellen Folgen, ganz abgesehen von den gesundheitlichen Einschränkungen sind oftmals ganz erheblich.

 

Mit einer privaten Unfallversicherung genießt man weltweiten Schutz rund um die Uhr. Falls ein Unfall zur Teil- oder Vollinvalidität führt, zahlt die private Unfallversicherung nach dem Grad der erlittenen Invalidität. Die Zahlungen der Versicherungen sind einkommens- und lohnsteuerfrei. Verunfallte Personen können mit dem Geld beispielsweise Spezialbehandlungen im Ausland finanzieren, sie können mit dem Geld eine Umschulung oder einen Berufswechsel bezahlen, oder auch nötige Umbauten der Wohnung vornehmen lassen. Wählt man einen Tarif mit einer besonders hohen Progression, so steigt die Leistung der Versicherung mit dem Invaliditätsgrad. Bei einer einhundertprozentigen Invalidität beispielsweise zahlt eine Versicherung das Dreieinhalbfache der vertraglich vereinbarten Versicherungssumme. Nach einem Unfall in der Freizeit ist oftmals eine längere Genesungszeit erforderlich. Nach einem komplizierten Bruch etwa ist man lange Zeit nicht arbeitsfähig. Mit einem Tagegeld können Einkommensverluste aufgefangen werden. Hier unterscheidet die private Unfallversicherung allerdings zwischen Arbeitnehmern und Selbstständigen oder Freiberuflern.

 

Selbstständige erhalten ein Tagegeld aus der privaten Unfallversicherung ab dem achten Tag, wohin gegen Arbeitnehmer erst nach dem dreiundvierzigsten Tag Tagegeld erhalten. Allerdings erhalten sie bis zu diesem Zeitpunkt die gesetzlich vorgeschriebene Lohnfortzahlung. Auch für Personen, die keiner beruflichen Tätigkeit nachgehen, kann ein Tagegeld gezahlt werden. Bei einem Unfall-Krankenhaustagegeld zahlen Gesellschaften für einen unfallbedingten Krankenhausaufenthalt die vertraglich vereinbarten Zahlungen. Müssen verletzte Personen beispielsweise nach einem Skiunfall im Ausland aufwendig geborgen werden, so werden Bergungs-, Rettungs- oder auch Sucheinsätze von einer privaten Unfallversicherung übernommen. Der Transport von verunfallten Personen ins Krankenhaus oder auch in eine Spezialklinik wird ebenfalls von den Gesellschaften bezahlt. Die Kosten für den Rücktransport in den Heimatort sind ebenfalls Leistungen der privaten Unfallversicherung, ebenso wie der Rücktransport bei Tod des Versicherten. Tarifvergleiche sind in jedem Fall lohnenswert.

 

Invaliditätszahlungen

Neben der Unfallrente gehören Invaliditätszahlungen zum Kernstück einer privaten Unfallversicherung. Wo die Unfallrente den Ausfall des monatlichen Einkommens auffangen soll, ist es die Aufgabe der Invaliditätszahlungen, einen Ausgleich für die eingeschränkte Erwerbsmöglichkeit zu schaffen und vor allem für den Verlust der Gesundheit bzw. von Körperteilen zu entschädigen. Eine Invalidität liegt vor, wenn die geistige und/oder körperliche Leistungsfähigkeit durch eine körperliche Verletzung dauerhaft eingeschränkt ist. Invalide Menschen sind demnach stark eingeschränkt bzw. sogar außerstande bestimmte alltägliche Dinge zu verrichten, die eine gesunde Person jederzeit problemlos ausführen könnte.

 

Kommt es durch einen Unfall zum Schaden und somit zum Eintritt einer Invalidität, muss die Versicherung eine Invaliditätszahlung gemäß des abgeschlossenen Vertrages an die versicherte, verunglückte Person zahlen. Oftmals wird bereits ab einem Invaliditätsgrad von 1 % eine Invaliditätsleistung gewährt.

 

Invaliditätszahlungen werden generell in einem Betrag an die versicherte Person ausgezahlt. Berechnungsgrundlage für die Höhe der Invaliditätsleistung ist die sogenannte Versicherungssumme als Grundsumme und der vorliegende, sich aus dem Unfall ergebende Invaliditätsgrad. Der gesundheitliche, dauerhafte Schaden, der sich durch einen Unfall ergeben hat, muss je nach Versicherungsanbieter innerhalb von 12 bis 18 Monaten eintreten. Die somit vorliegende Invalidität muss ärztlich bestätigt werden, damit es zur Zahlung der Invaliditätsleistung kommen kann.

 

Die abzusichernde Invaliditätssumme sollte sich möglichst nach den Einkünften der zu versichernden Person richten. Es ist ratsam, mindestens eine Summe in Höhe des 3-fachen Jahresbruttogehaltes bzw. der jährlichen Einnahmen abzusichern. Für bestimmte Arten von Schäden und Verletzungen existieren feststehende Invaliditätsgrade. Der einzelne Invaliditätsgrad ergibt sich aus der nachstehenden Gliedertaxe und ist abhängig vom Verlust bzw. der Funktionsunfähigkeit bestimmter Körperteile oder Organe:

 

- 1 Auge = 50 % Invaliditätsgrad
- beide Augen 100 %
- Geruchssinn 10 %
- Geschmackssinn 5 %
- Hand 55 %
- Daumen 20 %
- Zeigefinger 10 %
- andere Finger jeweils 5 %
- Bein über der Mitte des Oberschenkels 70 %
- Bein bis zur Mitte des Oberschenkels 60 %
- Bein bis unterhalb des Knies 50 %
- Bein bis zur Mitte des Unterschenkels 45 %
- Gehör auf einem Ohr 30 %
- Gehör auf beiden Ohren 60 %
- Arm (im Schultergelenk) 70 %
- Arm bis oberhalb des Ellenbogengelenkes 65 %
- Arm bis unterhalb des Ellenbogengelenkes 60 %
- Fuß (im Fußgelenk) 40 %
- große Zehe 5 %
- andere Zehe 2 %

Tagegeld

Das Tagegeld wird prinzipiell für jeden Tag gezahlt, an dem der/die Versicherungsnehmer/in aufgrund der Folgen eines Unfalls in seiner/ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist, sich in ärztlicher Behandlung befindet und somit keine Arbeitsleistung für den eigenen Unterhalt erbracht werden kann und ein Verdienstausfall eintritt. Die Höhe des Tagegeldes ist abhängig vom Grad der entsprechenden gesundheitlichen Beeinträchtigung. Insofern soll das Tagegeld dazu dienen, den durch den gesundheitlichen Schaden entstandenen Einkommensverlust wenigstens anteilig oder sogar nahezu zu decken.


Solange sich die versicherte Person in ärztlicher Behandlung befindet, wird Tagegeld gezahlt – maximal allerdings für 1 Jahr. Die Unterbringung in einem Sanatorium bzw. einer Kureinrichtung zählt nicht dazu.

 

Bei der privaten Unfallversicherung wird grundsätzlich zwischen 2 Arten von Tagegeld unterschieden: dem Krankenhaustagegeld und der Tagegeldversicherung. Das Krankenhaustagegeld wird für jeden Tag der gesamten Dauer des notwendigen stationären Aufenthaltes in einem Krankenhaus gezahlt, längstens für den Zeitraum von 2 bis 5 Jahren; dies ist vom jeweiligen Versicherungsunternehmen abhängig.

 

Im Gegenzug zahlt die private Unfallversicherung bei einer Tagegeldversicherung auch dann, wenn die versicherte, verunglückte Person aufgrund eines Unfalls zwar arbeitsunfähig und somit krank ist, jedoch nicht zur Genesung im Krankenhaus bleiben muss, sondern es ausreicht, sich zu Hause auszukurieren. Ein wichtiger Hinweis für alle Arbeitnehmerinnen: Tagegeld kann für diesen Personenkreis erst ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit beantragt werden, wenn die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall endet.

 

In Kombination mit dem Krankenhaustagegeld kann ein sogenanntes Genesungsgeld versichert werden. Dieses Genesungsgeld soll die zusätzlichen Kosten während der erholungsbedingten Zeit, die nicht mehr im Krankenhaus verbracht werden muss, ganz oder wenigstens teilweise abdecken. Genesungsgeld wird ebenfalls für jeden Tag der Gesundung gezahlt, meistens für die gleiche Anzahl von Tagen, für die auch Krankenhaustagegeld geleistet wurde, längstens jedoch für 100 Kalendertage. Der Genesungsgeldanspruch entsteht mit der Krankenhausentlassung und endet spätestens mit der Gesundschreibung durch einen Arzt.

 

Die private Unfallversicherung kann erst dann Leistungen aufgrund eines Unfallschadens zahlen, wenn nach Abschluss aller Behandlungen (beispielsweise Krankenhaus, Reha, Kur) ein bestimmter Invaliditätsgrad ärztlich festgestellt worden ist. Je nach Situation kann dies bis zu einem Jahr und länger andauern. Um bereits während dieser Zeit in den Genuss von Geldleistungen zur finanziellen Absicherung bzw. zum Überbrücken zu gelangen, kann eine Übergangsleistung im Sinne eines Übergangsgeldes abgeschlossen werden.

 

Genesungsgeld

Genesungsgeld ist ein Bestandteil der privaten Unfallversicherung und kann zusätzlich in den Versicherungsschutz mit eingeschlossen werden. In den Basisleistungen einer Unfallversicherung ist dies im Normalfall nicht enthalten. Nach einem Unfall fehlen häufig finanzielle Mittel, da man bei längerer Krankheit nur 80 % seines Nettolohnes erhält. Somit lässt sich diese finanzielle Lücke einfach schließen. Weitere Kosten, die nach einem Unfall auf uns zukommen, werden ebenfalls mit dem Genesungsgeld abgedeckt. Wenn wir eine Haushaltshilfe benötigen, sollten solche Zahlungen auch getätigt werden können. Diesen hervorragenden Service bietet nur die private Unfallversicherung. Nicht nur für private Unfälle werden diese Gelder gezahlt, sondern auch für Unfälle, die sich am Arbeitsplatz ereignen. Diese Leistung wird für die gleiche Dauer, wie die des Krankenhausaufenthaltes erbracht. Die Höhe des Genesungsgeldes hängt vom abgeschlossenen Krankenhaustagegeld ab. Die Zahlungsdauer liegt bei maximal 100 Tagen. Wenige Versicherer bieten eine Zahlungsdauer von 150 Tagen an.

 

Je nach Zahlungsdauer kann die Leistung prozentual heruntergeschraubt werden. Jeder Versicherer hat andere Abstufungsregelungen im Vertrag vereinbart. Die Abstufungen richten sich nach dem Grad der Genesung. In der Regel zahlen die Unfallversicherer in der 1. Woche nach dem Krankenhausaufenthalt 100 % Genesungsgeld. Nach mehreren Tagen kann beispielsweise eine Abstufung auf 25 % des Tagessatzes erfolgen.

 

Praxisbeispiel für die Leistung des Genesungsgeldes einer privaten Unfallversicherung:

 

Herr Mayer hat eine Unfallversicherung abgeschlossen mit 25 Euro Krankenhaustagegeld und 25 Euro Genesungsgeld. Er erleidet einen Arbeitsunfall, sodass er unmittelbar ins Krankenhaus eingeliefert wird. Sieben Tage lang dauert der Aufenthalt. Die Arbeitsunfähigkeit beträgt zu Hause nochmal sieben Tage. Die private Unfallversicherung leistet 350 Euro an Herrn Mayer.

 

Die Staffelungen findet man in Versicherungsbedingen. Sollte man wegen eines Unfalls mehrfach mit Unterbrechungen im Krankenhaus liegen, so wird der Krankenhausaufenthalt für die Zahlung des Genesungsgeldes als unterbrochen gewertet. Fällig wird das Geld bei Entlassung aus dem Krankenhaus.

 

Empfehlung für den Abschluss einer Unfallversicherung: Achten Sie darauf, dass Sie ein Krankenhaustagegeld mit im Unfallvertrag vereinbaren. Wichtig dabei ist, dass Sie beachten keine Doppelversicherung zu erhalten. In vielen Fällen hat der Kunde bereits ein Krankenhaustagegeld in Form eines Einzelvertrages. Denn der Unfallvertrag leistet nur Krankenhaustagegeld in Verbindung mit dem Unfall. Wenn schon ein Krankenhaustaggeldvertrag vorliegt, benötigen Sie nicht unbedingt einen weiteren.

 

Unfallrente

Sollte durch den Eintritt eines Unfalls eine Einschränkung der körperlichen und bzw. oder geistigen Leistungsfähigkeit (man spricht diesbezüglich von der sogenannten Invalidität) von mindestens 50 % eintreten, zahlt die private Unfallversicherung eine vorab im Vertrag vereinbarte, festgeschriebene monatliche Unfallrente an die verunglückte versicherte Person.

 

Der Umfang der monatlichen Zahlung ist hierbei von der Höhe der Invalidität abhängig. Liegt nach einem Unfall eine dauernde Invalidität von 50 % vor, wird die vertraglich verbriefte Unfallrente lebenslang bis zum Todeseintritt gezahlt. Bei Vorhandensein einer Schwerstinvalidität durch einen Unfallschaden wird – je nach vorliegendem Invaliditätsgrad und individuellem Vertragsabschluss bzw. versicherter Summe – ebenfalls bis zum Tode sogar eine bis zur dreifachen Höhe reichende Rente gezahlt.

 

Obwohl die Unfallrente bei Eintritt eines Schadens lebenslang gezahlt wird und die Zahlung nicht von bestimmten unterschiedlichen Gefahrengruppen abhängig gemacht wird, existieren trotzdem Ausschlüsse. Das bedeutet, es gibt auch bei der privaten Unfallversicherung mehrere fest definierte Ausschlüsse, bei deren Vorliegen der Versicherungsschutz nicht eintritt.

 

Zu diesen Ausschlüssen zählen die nachfolgend aufgeführten Sachverhalte:
Unfälle, die sich aufgrund von Geistes- oder Bewusstseinstörungen ergeben, zählen vordergründig zu den Ausschlüssen. Als Beispiele hierfür können genannt werden: Schlag- und Krampfanfälle, epileptische Anfälle, Trunkenheit, Rauschmittelkonsum. Beim Genuss von Alkohol in üblichen, nicht maßlosen Mengen, gibt es jedoch Ausnahmen. Diese variieren je nach Versicherungsanbieter und betroffenem Personenkreis (zum Beispiel Autofahrer, Fahrradfahrer, Fußgänger).

 

Unfälle, die sich als Folge von vorsätzlich versuchten oder auch tatsächlich ausgeführten Straftaten bzw. jeder anderen rechtswidrigen Handlung ereignet haben, unterliegen ebenfalls nicht dem Unfallversicherungsschutz. Kriegsgeschehnisse jeglicher Art sind ebenfalls nicht Bestandteil eines versicherbaren Unfallrisikos. Als Ausnahme hiervon gilt jedoch, wenn ein Urlauber von solchen Geschehnissen überrascht wird. Das Gleiche gilt bei auftretenden Schäden infolge eines Flugzeuganschlages.

 

Der Versicherungsschutz für Führer von Luftfahrzeugen und Luftsportgeräten sowie für Besatzungsmitglieder dieser Maschinen ist bei Unfällen mit Luftfahrzeugen ebenfalls ausgenommen. Analog trifft dieser Umstand auch für Insassen von Raumfahrzeugen zu. Zu den Ausschlüssen zählen auch Unfälle, die sich bei der Teilnahme an motorisierten Rennveranstaltungen zutragen, bei denen es um die Erreichung von Höchstgeschwindigkeiten geht. Ist unmittelbar oder mittelbar ein Schaden aufgrund eines Unfalls im Bereich der Kernenergie eingetreten, unterliegt dieser ebenfalls nicht dem Versicherungsschutz einer privaten Unfallversicherung.

 

Krankenhaustagegeld

Die Kosten für eine private Unfallversicherung sollten nicht eingespart werden. Wer nach einem Unfall in der Freizeit oder im Haushalt gut abgesichert ist, kann sich glücklich schätzen. Nicht immer kann man einem Unfall aus dem Weg gehen. Neben gesundheitlichen Einschränkungen sind finanzielle Mehrbelastungen meist Folgen eines Unfalles. Eine gute Unfallversicherung muss nicht teuer sein. Da nur ein geringer Teil aller Unfälle gesetzlich abgesichert ist, empfiehlt sich eine private Vorsorge zu treffen. Führt ein Unfall zu einem Krankenhausaufenthalt, so ist dies immer mit zusätzlichen Kosten verbunden. Das Krankenhaustagegeld wird von Versicherungsgesellschaften gezahlt, sofern es sich um einen unfallbedingten Aufenthalt handelt. Mit dem Krankengeld kann man finanzielle Einbußen auffangen.

 

Ein Arbeitnehmer beispielsweise erhält eine Lohnfortzahlung bei Arbeitsunfähigkeit bis zu sechs Wochen. Danach wird Krankengeld der gesetzlichen Krankenversicherung gezahlt. Die gesetzliche Krankenkasse zahlt allerdings nur siebzig Prozent des letzten Bruttogehalts. Hiervon müssen noch Beiträge zur Sozialversicherung abgeführt werden. Falls man nach einem Unfall längerfristig krank ist, können enorme Einkommenslücken entstehen. Das Krankentagegeld hilft, diese Lücken zu schließen. In welcher Höhe ein Krankentagegeld abgeschlossen werden sollte, richtet sich nach den Bruttoeinnahmen. Selbstständige und Freiberufler erhalten im Unglücksfall von niemandem eine Lohnfortzahlung. Gerade diese Personengruppe sollte mit einer privaten Unfallversicherung und dem Krankengeld Vorsorge treffen.

 

Bei selbstständigen Unternehmern zahlen Versicherungsgesellschaften ab dem vierten Tag der Krankheit nach einem Unfall Krankengeld. Selbstständige können auch bei Abschluss einer privaten Krankenversicherung ein Krankentagegeld mitversichern. Für Arbeitnehmer und auch für alle Nichterwerbstätigen sind Mehrleistungen wie etwa das Krankengeld eine gute Absicherung. Nicht immer gehen Unfälle glimpflich ab. Ob beim Sport, im Haushalt oder im Straßenverkehr, manchmal sind längere Genesungszeiten auch außerhalb eines Krankenhauses notwenig. Sind Arbeitnehmer für mehrere Wochen nicht arbeitsfähig, müssen sie im Normalfall mit den Zahlungen der gesetzlichen Unfallversicherung auskommen.

 

Die private Unfallversicherung bietet Mehrleistungen wir beispielsweise das Krankengeld an. Die Höhe der Beiträge für eine Unfallversicherung mit Mehrleistungen richtet sich nach der gewünschten Höhe der Tagegeldzahlungen. Online lassen sich die besten und günstigsten Unfallversicherungsanbieter miteinander vergleichen. Das Tarifangebot der einzelnen Gesellschaften ist groß. Ganz nach Wunsch können Mehrleistungen, die wichtig erscheinen, tariflich vereinbart werden. Möchte man sich ausführlicher beraten lassen, so ist oftmals ein persönliches Gespräch möglich.

 

Leistungen im Todesfall

Es empfiehlt sich, die Unfallvorsorge durch eine private Unfallversicherung zu ergänzen. Ist in einer Familie der Vater Alleinverdiener, so ist nur dieser in der gesetzlichen Unfallversicherung abgesichert. Allerdings auch nur für Unfälle, die am Arbeitsplatz oder auf dem Weg dorthin und wieder nach Hause passieren. Alle sonstigen Bereiche sind nicht versichert. In der Freizeit, beim Hobby und auch im Straßenverkehr passieren die meisten Unfälle. Ein privater Schutz sollte weltweit und rund um die Uhr gelten. Komm es beispielsweise im Ausland zu einem Unfall mit schwerwiegenden Folgen, so kommt die Versicherung nicht nur für den Rücktransport des Verunfallten auf, sondern zahlt auch die vereinbarte Todesfallsumme an die bezugsberechtigte Person, wenn dieser Mensch innerhalb eines Jahres nach dem Unfall verstirbt.

 

Bei einer privaten Unfallversicherung sollten Preise und die Leistungen sorgfältig verglichen werden. Ob die Versicherung Leistungen im Todesfall zahlen soll, kann ganz individuell vereinbart werden. Bei Wintersportarten kommt es häufig zu Unfällen mit schwerwiegenden Verletzungen. Dabei ist es ganz gleich, ob man wie ein Profi durch den Tiefschnee gleitet, oder sich als Anfänger auf kleinere Hügel wagt. Ohne die private Unfallversicherung sollte sich niemand auf Skier stellen. Die Gefahr hier tödliche Verletzungen zu erleiden, sollte in jedem Fall ernst genommen werden. Fahrer und Fahrerinnen, die ohne Rücksicht auf andere auf der Piste fahren, sind keine Seltenheit.

 

Die Todesfallabsicherung dient den Hinterbliebenen zur Deckung der Kosten, wie etwa der Beerdigungskosten. Zur finanziellen Absicherung von Hinterbliebenen empfiehlt es sich jedoch, eine geeignete Lebensversicherung abzuschließen. Eine Risikolebensversicherung etwa leistet nicht nur bei Unfall, sondern auch bei Krankheit die vereinbarte Summe. Die Todesfallleistungen einer privaten Unfallversicherung konzentrieren sich meist auf die Rettung und Bergung von Opfern sowie auf den Rücktransport in den Heimatort. Die Todesfallsumme, die man in einem Vertrag abschließen kann, ist oftmals nicht so hoch, dass die zurückgebliebene Familie davon ihren Lebensunterhalt bestreiten könnte. Es kann trotzdem sinnvoll sein, bei der Unfallversicherung eine Todesfallleistung abzuschließen. Wird bei Abschluss eine Leistung im Todesfall von beispielsweise zehntausend Euro vereinbart, so erhält der Versicherte nach einem Unfall eine Art Vorab-Zahlung auf die Invaliditätssumme. Dies hat den Vorteil, dass keine Wartezeiten anfallen. Ein Tarifvergleich lohnt sich in jedem Fall.

Gliedertaxe

Je höher der Grad der Invalidität ist, desto höher ist auch die Leistung der Versicherung.

 

Bei manchen Tarifmodellen wächst die Leistung linear zum Grad der Invalidität, bei anderen Tarifmodellen wächst sie überproportional. Daneben stellt sich die Frage, wie der Grad der Invalidität gemessen wird. Wann lässt sich von einem geringen Grad der Invalidität sprechen und wann von einem schweren Grad. Auch den Fall der Vollinvalidität kennt das Versicherungsrecht.

 

Allgemein versteht man unter Invalidität die Einschränkung seiner körperlichen oder geistigen Handlungsmöglichkeiten. Damit verbunden ist auch eine Einschränkung der beruflichen Tätigkeit. Je nach Grad der Invalidität kann die Einschränkung nur eine geringfügige Einschränkung darstellen oder, im schlimmsten Falle, zur gänzlichen Berufsunfähigkeit führen. Um den Grad der Invalidität festzustellen, verwenden Versicherungen sogenannte Gliedertaxen. Diese listenartige Aufzählung dient in 85 Prozent der Fälle als Grundlage für die Beurteilung des Invaliditätsgrades.

 

Da eine derartige Aufzählung natürlich niemals vollständig sein kann und es völlig unmöglich ist, jede individuelle Eigenheit des Versicherungsnehmers darin festzuhalten, muss der Grad der Invalidität von Versicherungsfall zu Versicherungsfall individuell beurteilt werden. So ist zum Beispiel in der Gliedertaxe der Verlust des Geschmacksinns mit einem Invaliditätsgrad von 5 Prozent festgehalten. Sollte einem Versicherungsnehmer, welcher seinen Lebensunterhalt als Schlosser erwirbt, der Geschmacksinn verloren gehen, so ist die in der Gliedertaxe festgehaltene Einstufung vertretbar. Da sich diese Invalidität nicht nachteilig auf die Ausübung seines Berufes auswirkt, erleidet die betroffene Person keinerlei finanzielle Einbußen.

 

Anders verhält es sich, wenn ein und dieselbe Invalidität einem Versicherungsnehmer widerfährt, welcher seinen Lebensunterhalt als Koch in einem gastronomischen Betrieb verdient. Mit Verlust des Geschmacksinnes sieht sich die betroffene Person nicht mehr in der Lage, seinen Beruf in gewohnter Weise auszuüben. In diesem Falle kann sogar von einer konkreten Berufsunfähigkeit gesprochen werden. Zwar kann durch geeignete Umschulungen ein neues Berufsfeld für die betroffene Person erschlossen werden, wofür jedoch Zeit und Geld investiert werden müssen. In einem solchen Fall erscheint die Einstufung des Invaliditätsgrades nach der Gliedertaxe als korrekturbedürftig.

 

Übergangsleistung

Oft schlittert man um Haaresbreite am Unglück vorbei. In vielen Fällen ist man sich seines Glückes nicht einmal bewusst. Doch gibt es auch Momente, in welchen wir uns nicht auf das Glück verlassen können und das Schicksal trifft uns mit voller Härte. Vor allem in der Freizeit sind wir ständig Gefahren ausgesetzt. Natürlich kann eine Versicherung den erlittenen Schaden nicht beheben. Erinnerungen und damit verbundene Schmerzen müssen abheilen, wofür es seine Zeit benötigt. Zeit ist nach einem erlittenen Unfall der wichtigste Heilbehelf. Als Betroffener eines Unfalls benötigt man Ruhe und Zeit, um sich zu erholen. In manchen Fällen ist eine vollständige Heilung der unfallbedingten Verletzungen, was eine Invalidität zur Folge hat.

 

Eine gut gewählte private Unfallversicherung kann in einem solchen Fall vor schwerwiegenden finanziellen Folgen retten. Schließlich muss je nach Grad der Invalidität mit finanziellen Einbußen beim Gehalt gerechnet werden. Zudem müssen kostspielige Investitionen für Umbauten an Haus oder Wohnung getätigt werden, welche im Falle einer Invalidität nötig sein können. Mit der Kapitalleistung einer privaten Unfallversicherung ist hier eine große Hilfe gewährleistet. Doch bevor es zur Leistung aus der privaten Unfallversicherung kommt, muss der Grad der Invalidität festgestellt sein. Doch dies kann viel Zeit in Anspruch nehmen. Schließlich kann sich das Abheilen von Verletzungen positiv auf den Grad der Invalidität auswirken und auch danach kann durch Therapiemaßnahmen der Grad der Invalidität gemindert werden. Bis ein verlässlicher Invaliditätsgrad feststeht, welcher als Grundlage für die Leistung aus der Unfallversicherung herangezogen werden kann, kann viel Zeit verstreichen.

 

Doch Rechnungen lassen nicht auf sich warten. Kredite müssen bedient werden. Ebenso müssen die Rechnungen für Strom und Miete beglichen werden. Aber auch die Anschaffung von Hilfsmittel wie z. B. einem Rollstuhl oder Umbauten müssen vorgenommen werden. Damit hier keine Lücke entsteht, gibt es die sogenannte Übergansleistung. Diese wird sofort im Unglücksfall, noch vor Feststellung des Invaliditätsgrades ausbezahlt. Doch erhält die betroffene Person die Übergangsleistung nur dann, wenn diese auch vertraglich vereinbart wurde. Dies ist ein wichtiger Vertragspunkt und bei Abschluss einer privaten Unfallversicherung auf jeden Fall zu beachten! Wird diesem Punkt nicht ausreichend Aufmerksamkeit gewidmet, besteht im Unglücksfall kein vertraglicher Anspruch auf Ausbezahlung einer Übergangsleistung.

 

Progressive Unfallversicherung

Ob in der Arbeit oder in der Freizeit. Die Gefahr eines Unfalls begleitet uns ständig. Während das Unfallrisiko am Arbeitsplatz und in der Schule dank intensiver Vorsichtsmaßnahmen gering gehalten werden kann, ereignen sich die meisten Unfälle in der Freizeit. Jedoch sind Freizeitaktivitäten von der gesetzlichen Unfallversicherung nicht erfasst und somit auch keine Ansprüche daraus geltend gemacht werden können. Erleidet jemand einen Freizeitunfall und verfügt über keinen zusätzlichen Versicherungsschutz, können Einbußen bei der Erwerbstätigkeit und unfallbedingte finanzielle Aufwendungen zu einem finanziellen Engpass mit gravierenden Folgen führen.

 

Besonders im Falle einer Invalidität ist mit dem teilweisen oder gänzlichen Verlust des Einkommens zu rechnen. Eine weitere Erwerbsfähigkeit ist oft nur nach einer zeit- und kostenaufwendigen Umschulung möglich, jedoch nicht garantiert. Auch im Falle eines Arbeitsunfalls mit permanenter Invalidität reicht die Leistung aus der staatlichen Unfallversicherung nicht aus, um die Lebenshaltungskosten in gewohnter Weise zu kompensieren. Eine private Unfallversicherung, welche nahtlos an die gesetzliche Unfallversicherung anknüpft, ist eine geeignete Maßnahme, um finanziellen Einbußen unfallbedingter Invalidität vorzubeugen. Private Unfallversicherungen werden in verschiedenen Varianten angeboten. Bei der linearen Variante entspricht der Prozentsatz der Leistung aus der vertraglich vereinbarten Kapitalsumme dem Grad der Invalidität.

 

Bei der progressiven Unfallversicherung hingegen verhält es sich anders. Anfangs gibt es auch hier einen linearen Verlauf, gleich dem der linearen Variante. Ab einem bestimmten Grad der Invalidität jedoch, welcher von den meisten Versicherungen bei einem Wert um die 26 Prozent festgelegt wird, kommt es zum Wechsel vom linearen zum progressiven Anstieg. Der Prozentsatz der Leistung aus der vertraglich vereinbarten Kapitalsumme steigt dann mit zunehmendem Grad der Invalidität überproportional an.

 

Das Ausmaß, in welchem die Progression anwachsen soll, kann von Fall zu Fall individuell im Vertrag vereinbart werden. Werden beispielsweise für den Fall einer Vollinvalidität ein Wert von 500 Prozent vereinbart, so wird bei Eintritt der Vollinvalidität dem Versicherungsnehmer die fünffache Versicherungssumme ausbezahlt. Bei Abschluss einer progressiven Unfallversicherung lohnt es sich, auf die langjährige Erfahrung der Versicherungsbranche zurückzugreifen. Ca. 80 Prozent aller Unfälle führen zu einem Invaliditätsgrad von bis zu 25 Prozent. Eine Vollinvalidität mit einem 100-prozentigen Verlust der Erwerbsfähigkeit ist nur selten der Fall, lässt sich jedoch nie mit Gewissheit ausschließen.

 

Kosmetische Operationen

Auch wenn ein Unfall überstanden ist und die Operation gut verlaufen ist, bleiben oft Narben etc. als unschöne Erinnerungen erhalten. Bei manchen Menschen führt dies sogar zu Einschränkungen des Lebensgefühls oder führt auch nicht selten auch zu psychischen Belastungen. Dabei werden diese Schädigungen von der AUB jedoch nicht als Invalidität betrachtet. Dabei können durch eine Operation jene ungeliebten z.B. Narben kaschiert oder gar beseitigt werden.

 

Im Rahmen der Unfallversicherung können nämlich kosmetische Operationen bis zum Ablauf des dritten Jahres nach dem Unfall mitversichert werden. Zum Umfang der Leistungen zählen neben der Operation u.a. Medikamente, Unterbringung sowie die Kosten für die Verpflegung. Dabei muss allerdings gegeben sein, dass die Körperoberfläche in soweit geschädigt ist, dass das äußere Erscheinungsbild dauerhaft beeinträchtigt ist.

 

Bei einer Absicherung inclusive kosmetischer Operationen wird daher eine Versicherungssumme festgelegt, die im eingetretenen Fall erstattet wird, falls kein anderer Kostenträger vorleistungspflichtig ist (subsidiäre Haftung). Zu beachten ist jedoch, dass die kosmetische Operation etc. innerhalb von drei Jahren nach dem Unfall erfolgen muss. Für Kinder gelten bei kosmetischen Operationen gesonderte bzw. verlängerte Fristen.

 

Da kosmetische Operationen oft sehr teuer sind und üblicherweise nicht im Leistungsungsumfang der klassischen Unfallversicherung sowie der Krankenversicherung enthalten sind, kann sich der Einschluss der Leistung "kosmetische Operationen" oftmals lohnen.

 

Bergungskosten

Gerade in den winterlichen Monaten zieht es viele Sportbegeisterte auf die verschneiten Berge. Der ein oder andere wird aber jedes Jahr aufs Neue von der Bergwacht aus einer prekären Lage gerettet.

 

Gerade aufwändige Suchaktionen kosten im positiven Fall lediglich Geld. Und gerade dagegen können Sie sich meist kostenfrei mitversichern. Dabei ist ein Betrag von bis zu 50.000 € oft abgesichert. Dabei wird schon geleistet, wenn sich nur der Verdacht auf einen Unfall erhärtet.

 

Abgesichert werden hierbei neben der eigentlichen Suchaktion die Verbindungskosten ins nächste Krankenhaus sowie Rückfahrtkosten zum Heimatort, was auch gleichermaßen für den Transport von Unfalltoten gilt.

 

Gerade für Sportler empfiehlt sich der Abschluss einer Unfallversicherung inkl. Bergungskosten und Rettungskosten, da diese Leistungen oft sehr teuer sind und für gewöhlich nicht von ihrer Krankenversicherung übernommen werden.

 

Welche Vertragsart ist sinnvoll?

Wer sich dazu entschlossen hat, eine private Unfallversicherung für sich in Anspruch zu nehmen, sieht sich mit einer Fülle verschiedener Vertragsarten konfrontiert. Soll es eine lineare oder vielleicht doch eine progressive Unfallversicherung sein oder vielleicht doch der Mehrstufentarif. Die bunt illustrierten Grafiken der Prospekte zeigen sehr schön die Vor- und Nachteile der einzelnen Vertragsarten, doch eine wirkliche Entscheidungshilfe bieten auch sie nicht. Schließlich hat jedes Vertragsmodell seine Vorzüge.

 

Auf der Suche nach dem passenden Vertrag kann die Kaufentscheidung anderer Versicherungsnehmer hilfreich sein. Um eine aussagekräftige Übersicht zu erhalten, sollten nur die Kaufentscheidungen jener Versicherungsnehmer herangezogen werden, welche sich in einer vergleichbaren Situation befinden. Darunter ist ein vergleichbarer Familienstand, eine vergleichbare Risikogefährdung in Beruf und Freizeit und auch ein vergleichbares Einkommen zu verstehen. Schließlich macht es kaum Sinn, sich mit Versicherungsnehmer zu vergleichen, deren Risikogefährdung höher oder niedriger ist.

 

Grundsätzlich ist eine einfache Unfallversicherung der Unfallversicherung mit garantierter Beitragsrückgewähr vorzuziehen. Von einer Unfallversicherung mit einjähriger Laufzeit kann man schnell und ohne Stornokosten auf die Preisänderungen am Markt reagieren. Bei der Wahl des Tarifes hilft eine Gegenüberstellung der einzelnen Tarife. Der progressive Tarif und der Mehrleistungstarif zeichnen sich dadurch aus, dass einem höheren Invaliditätsgrad eine höhere Versicherungsleistung gegenübersteht, als dies beim linearen Tarif der Fall ist.

 

Stellt man wiederum den progressiven Tarif und den Mehrleistungstarif gegenüber, spricht grundsätzlich alles für den progressiven Tarif, da dieses Modell die einzelnen Stufen der Invaliditätsgrade deutlich genauer berücksichtigt. Die zahlreichen Abschlüsse von progressiven Unfallversicherungen sprechen ebenfalls für diese Argumentation. Selbstverständlich kostet die höhere Versicherungsleistung einen Zuschlag auf die Prämie.

 

Ob sich ein Versicherungsnehmer für eine lineare oder progressive Unfallversicherung entscheidet, hängt von mehreren Entscheidungsgrundlagen ab. Die Unfallversicherung soll so gewählt werden, dass einerseits ein ausreichender finanzieller Schutz im Unglücksfall gegeben ist, andererseits die zu zahlenden Prämien das Budget, und somit die finanzielle Situation, nicht zu sehr belastet. Da sich die meisten Invaliditätsfälle unterhalb von 25 Prozent ereignen, sollte von einer zu hohen Progression abgesehen werden. Dem gegenüber steht das individuelle Risiko eines Unfalls. Statistiken und Grafiken der einzelnen Tarifmodelle bieten einen guten Überblick. Die passende Unfallversicherung ist in der Praxis ein Kompromiss aus Sicherheit und Finanzierbarkeit.

 

Unfallrente

Sollte durch den Eintritt eines Unfalls eine Einschränkung der körperlichen und bzw. oder geistigen Leistungsfähigkeit (man spricht diesbezüglich von der sogenannten Invalidität) von mindestens 50 % eintreten, zahlt die private Unfallversicherung eine vorab im Vertrag vereinbarte, festgeschriebene monatliche Unfallrente an die verunglückte versicherte Person.

 

Der Umfang der monatlichen Zahlung ist hierbei von der Höhe der Invalidität abhängig. Liegt nach einem Unfall eine dauernde Invalidität von 50 % vor, wird die vertraglich verbriefte Unfallrente lebenslang bis zum Todeseintritt gezahlt. Bei Vorhandensein einer Schwerstinvalidität durch einen Unfallschaden wird – je nach vorliegendem Invaliditätsgrad und individuellem Vertragsabschluss bzw. versicherter Summe – ebenfalls bis zum Tode sogar eine bis zur dreifachen Höhe reichende Rente gezahlt.

 

Obwohl die Unfallrente bei Eintritt eines Schadens lebenslang gezahlt wird und die Zahlung nicht von bestimmten unterschiedlichen Gefahrengruppen abhängig gemacht wird, existieren trotzdem Ausschlüsse. Das bedeutet, es gibt auch bei der privaten Unfallversicherung mehrere fest definierte Ausschlüsse, bei deren Vorliegen der Versicherungsschutz nicht eintritt.

 

Zu diesen Ausschlüssen zählen die nachfolgend aufgeführten Sachverhalte:
Unfälle, die sich aufgrund von Geistes- oder Bewusstseinstörungen ergeben, zählen vordergründig zu den Ausschlüssen. Als Beispiele hierfür können genannt werden: Schlag- und Krampfanfälle, epileptische Anfälle, Trunkenheit, Rauschmittelkonsum. Beim Genuss von Alkohol in üblichen, nicht maßlosen Mengen, gibt es jedoch Ausnahmen. Diese variieren je nach Versicherungsanbieter und betroffenem Personenkreis (zum Beispiel Autofahrer, Fahrradfahrer, Fußgänger).

 

Unfälle, die sich als Folge von vorsätzlich versuchten oder auch tatsächlich ausgeführten Straftaten bzw. jeder anderen rechtswidrigen Handlung ereignet haben, unterliegen ebenfalls nicht dem Unfallversicherungsschutz. Kriegsgeschehnisse jeglicher Art sind ebenfalls nicht Bestandteil eines versicherbaren Unfallrisikos. Als Ausnahme hiervon gilt jedoch, wenn ein Urlauber von solchen Geschehnissen überrascht wird. Das Gleiche gilt bei auftretenden Schäden infolge eines Flugzeuganschlages.

 

Der Versicherungsschutz für Führer von Luftfahrzeugen und Luftsportgeräten sowie für Besatzungsmitglieder dieser Maschinen ist bei Unfällen mit Luftfahrzeugen ebenfalls ausgenommen. Analog trifft dieser Umstand auch für Insassen von Raumfahrzeugen zu. Zu den Ausschlüssen zählen auch Unfälle, die sich bei der Teilnahme an motorisierten Rennveranstaltungen zutragen, bei denen es um die Erreichung von Höchstgeschwindigkeiten geht. Ist unmittelbar oder mittelbar ein Schaden aufgrund eines Unfalls im Bereich der Kernenergie eingetreten, unterliegt dieser ebenfalls nicht dem Versicherungsschutz einer privaten Unfallversicherung.

 

Unfallversicherung für Senioren

Die Unfallversicherung für Senioren sichert finanzielle Folgen bei Unfällen speziell für Senioren ab. Statistisch gesehen passieren die meisten Unfälle durch Stürze in den eigenen vier Wänden. Knochenbrüche sind hierbei eine der am häufigsten vorkommenden Unfallfolgen.

 

Hierbei heilen Knochenbrüche und Gehirnerschütterungen bei älteren Menschen oftmals langsamer und es bedarf einer speziellen Pflege nach einem Unfall. Mit einer privaten Unfallversicherung für Senioren können Sie sich finanziell vor diesen Unfallfolgen absichern.

 

Im Grunde eignet sich eine Senioren Unfallversicherung für alle, die sich vor Unfallfolgen im Seniorenalter absichern möchten. Besonders interessant kann eine Unfallversicherung für Senioren sein, die alleine leben und im Ernstfall keine Hilfe durch Verwandte oder Freunde erwarten können.

 

Spezielle Absicherung bei Unfällen von Senioren sinnvoll

Oberschenkelhalsbruch: Bei einigen Unfallversicherungen wird der Oberschenkelhalsbruch nicht als Unfall angesehen, da es sich hierbei um Verschleiß und nicht um die Erfüllung des Unfallbegriffes, wie z.B. plötzlich und von außen hervorgerufen, im eigentlichen Sinne handelt. Daher lohnt hier der Abschluss einer unfallversicherung für Senioren.

 

Ende der Unfallversicherung ab einem bestimmten Alter: Haben Sie früher bereits eine Unfallversicherung abgeschlossen, kann hier der Blick in Ihre Vertragsunterlagen lohnen: Bei einigen Unfallversicherung enden Unfallversicherungen automatisch ab dem Eintritt in ein bestimmtes Alter. In der Praxis ab einem Lebensalter von 65, 70 oder 75 Jahren. Oft bemerken Versicherte dies erst, wenn ein Unfall eingetreten ist!

 

Gesetzliche Pflegeversicherung: Viele Senioren sind der Meinung, dass Sie nach einem Unfall durch die gesetzliche Pflegeversicherung abgesichert sind. Jedoch zahlt die gesetzliche Pflegeversicherung erst ab einer Pflegebedürftigkeit von 6 Monaten.

 

Spezielle Leistungen in der Unfallversicherung für Senioren

Zahlreiche Anbieter von Unfallversicherungen haben die Zielgruppe der Senioren erkannt und bieten Unfallversicherungs-Tarife speziell für die Zielgruppe 50+. Hauptmerkmal dieser Versicherung sind die Zusatzleistungen. Hier unterscheiden sich Seniorenunfallversicherungen durch herkömmliche Unfallversicherungen. Möchten Sie eine Seniorenunfallversicherung abschließen, achten Sie unbedingt auf die Leistungsunterschiede.

 

Wichtige Assistance-Leistungen bei der Seniorenunfallversicherung

  • Absicherung bei Oberschenkelhalsbruch
  • Leistung auch bei Herzinfarkt, Schlaganfall oder Krebs
  • Pflege auch für eine weitere Person (falls der Versicherte vor dem Unfall einen pflegebedürftigen Angehörigen versorgte)
  • Wäscheservice
  • Reinigung der Wohnung
  • Einkäufe und notwendige Besorgungen
  • Begleitung bei Arzt-, Therapie- und Behördengängen
  • Menüservice
  • Hausnotrufdienst
  • Pflegeleistungen
  • Tag- und Nachtwache
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Wann zahlt die UV?

Grundsätzlich zahlt die private Unfallversicherung – wie der Name es vermuten lässt – nur, wenn ein Unfall geschehen ist, der für die versicherte Person einen gesundheitlichen Schaden mit sich gebracht oder nach sich gezogen hat. Demnach fallen alle normalen Krankheiten bzw. Erkrankungen nicht unter den Versicherungsschutz der privaten Unfallversicherung. Grenzwertig und immer einer Einzelfallüberprüfung unterzogen werden müssen Unfälle mit Verletzungen aufgrund erhöhter Kraftanstrengungen an Gliedmaßen und Wirbelsäule.

 

Allerdings gibt es auch bei Vorliegen eines Unfalls mit verursachten körperlichen und / oder geistigen Schäden Ausnahmen, bei denen kein Versicherungsschutz besteht. Zu diesen sogenannten Gewährleistungsausschlüssen zählen zum Beispiel:

  • Unfälle durch Geistes- oder Bewusstseinsstörung, epileptische Anfälle, Schlag- und Krampfanfälle, Trunkenheit, Rauschmittelgenuss
  • Unfälle während des Versuches oder der direkten Ausübung einer vorsätzlichen Straftat
  • Unfälle, die in Zusammenhang mit Kriegs- oder Bürgerkriegsgeschehnissen einhergehen und Unfälle, die durch Landesinnere Unruhen verursacht werden, wenn die versicherte Person auf der Seite der Unruhestifter steht
  • Unfälle, die der versicherten Person als Führer, Fahrer, Beifahrer oder Insasse eines Luftfahrzeuges, Luftsportgerätes oder Raumfahrzeuges zustoßen
  • Unfälle, die der versicherten Person als Führer, Fahrer, Beifahrer oder Insasse eines motorisierten Fahrzeugs zustoßen, bei denen es um Höchstgeschwindigkeitserreichung geht
  • Unfälle, die durch Kernenergie mittelbar bzw. unmittelbar verursacht wurden.


Die Voraussetzungen für den Eintritt des Schutzes einer privaten Unfallversicherung liegen vor, wenn eine Invalidität aufgrund eines Unfalls innerhalb eines Jahres nach dem Unfallgeschehen eintritt und dies innerhalb weiterer 3 Monate ärztlich bestätigt wird. Darüber hinaus muss der somit entstandene Anspruch rechtzeitig, das heißt spätestens 15 Monate nach dem Unfalleintritt, gegenüber dem entsprechenden Versicherungsunternehmen geltend gemacht werden. Liegen alle notwenigen Voraussetzungen und die entsprechenden Dokumente vor, erfolgt die Leistung der Unfallversicherung in Form einer einmaligen Zahlung oder monatlichen Rente. Bei sogenannten Todesfallleistungen zahlt die Versicherung selbstverständlich an die Hinterbliebenen.

 

Zusätzlich abgeschlossene bzw. vereinbarte Leistungen wie zum Beispiel Tagegeld, Krankenhaustagegeld, Genesungsgeld, Bergungskosten, Zahnersatzkosten, Reha-Maßnahmen, Kurkostenbeihilfe usw. muss der Versicherungsträger innerhalb eines Monates anerkennen und danach innerhalb von 2 Wochen auszahlen. Bei sogenannten Übergangsleistungen muss die Versicherung bereits nach 3 bzw. 6 Monaten die Leistungen in der versicherten Höhe erbringen.

 

Da jede Versicherung ihre eigenen Bestimmungen und Klauseln besitzt, können verbindliche Informationen nur den jeweiligen Versicherungsbedingungen entnommen werden.